Zurück in den Beruf in Münster

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Der eigenen Leidenschaft folgen

Laura-Isabella Ax ist selbstständige Tanzpädagogin. Während ihres Studiums hatte sie bereits unterrichtet, seit 2010 baut die Dipl. Sozialpädagogin und Dipl. Sozialarbeiterin ihre Selbstständigkeit auf und aus.

Tanzen ist meine Leidenschaft. Meine Ausbildung zur Tanzpädagogin habe ich am Deutschen Institut für Tanzpädagogik gemacht. Die Selbstständigkeit hatte ich zunächst nicht geplant. Nach meinem Diplom als Sozialpädagogin wollte ich eigentlich weiter auf Berufsschullehramt studieren. Als ich keinen Studienplatz bekam, musste ich einen anderen Weg finden.

Schon während des Studiums hatte ich als Tanzpädagogin unterrichtet. Diesen Faden habe ich dann aufgenommen. Mit nur sechs Kursen bin ich angefangen. Das war schon hart, denn eigentlich hatte das ja nur eine Arbeit neben dem Studium sein sollen. Ich arbeite für Bildungseinrichtungen, Seniorenzentren oder Behinderteneinrichtungen, akquiriere Schul- oder Kulturprojekte. Meine Philosophie und Pädagogik unterscheidet sich dabei deutlich von normalen Tanzschulen. Ich bilde keine Tänzer aus.

Bei mir ist es wichtig, dass die Leute sich selbst erleben, dass sie Spaß daran haben, sich körperlich auszudrücken. Was das Tanzen in der sozialen Arbeit leisten kann – das war auch das Thema meiner Diplomarbeit –, das ist in der Arbeit mit Jugendlichen, Spaß an der Bewegung zur Musik, Selbstbewusstsein zu gewinnen, sich vor der Gruppe zu zeigen, mutig zu sein, sich mit seinem Körper auszudrücken. Bei Senioren hat das Tanzen eine wichtige Bedeutung für das Gedächtnis oder die Koordination. Was mir wichtig ist: Dass die Menschen zu mir kommen, weil sie sich wohl fühlen.

In den ersten zwei Jahren habe ich immer mal wieder nach Nebenjobs Ausschau gehalten, aber gleichzeitig bemerkt, dass mir das zu viel wird. Die Freiberuflichkeit aufzubauen war mühsam und unglaublich anstrengend. Ich habe oft Selbstzweifel gehabt und mich gefragt: Kommen die Projekte, die ich brauche? Bin ich gut genug? In der Zeit waren Menschen wichtig, die mir Mut gemacht haben. Die aus eigener Erfahrung wussten, dass ich nicht den Anspruch haben darf, dass es vom ersten Punkt an gut läuft. Sie kannten mich und wussten, dass ich mit meiner Persönlichkeit am richtigen Platz bin. Heute habe ich eine gute Auslastung, finanziell ist es immer bergauf gegangen. Mein Traum ist es, einmal einen eigenen Tanzraum zu haben, vielleicht auch an einem anderen Standort als Münster.

Ich habe ein großes Selbstbewusstsein als Tanzpädagogin und erlebe heute, dass ich auch anderen Mut machen kann. Das Wichtigste ist, der eigenen Leidenschaft zu folgen. Auf die eigenen Fähigkeiten zu vertrauen und darauf, dass etwas entstehen wird, das heute noch nicht sichtbar ist.



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