Zurück in den Beruf in Münster

Zurück in den Beruf in Münster

Zurück in den Beruf in Münster

Fragen & Antworten

Manche Fragen zum beruflichen Ein- oder Umstieg tauchen immer wieder auf. Wir haben einige zentrale Fragen und Antworten aus unseren Beratungen für Sie zusammengefasst.

Ich will nach einer längeren Familienzeit wieder berufstätig sein.
Wie finde ich heraus, ob meine beruflichen Qualifikationen für eine Bewerbung ausreichen?

Sie sollten im Rahmen einer Beratung überprüfen, welche beruflichen Qualifikationen Sie erworben haben, wo Sie anschließen können und welches berufliche Ziel Sie jetzt verfolgen. Dann kann es sinnvoll sein, gezielt mit Fort- oder Weiterbildungen darauf aufzubauen. Auch wenn Sie aktuell noch in der Orientierungsphase sind, könnten Sie bereits Kontakt zu Unternehmen aufnehmen und in den Personalabteilungen fragen, welche Fortbildungen dort von Wiedereinsteigenden erwartet werden.

Beratungen für Wiedereinsteigerinnen bieten an:
Frauen & Beruf e.V. Münster
Agentur für Arbeit

Macht es Sinn, nach einer längeren beruflichen Pause zunächst mit einem Mini-Job wieder einzusteigen?

Nach einer sehr langen Pause kann ein Mini-Job ein guter Start sein, um einen ersten Kontakt zum Berufsalltag und eine neue Struktur in den Alltag zu bekommen. Aber Achtung: In Mini-Jobs wird oft eine noch größere Flexibilität erwartet, das kann sehr stressig sein. Und die Erwartung, dass aus einem Mini-Job ein Teilzeit-Job wird, erfüllt sich oft nicht. Wenn Sie qualifiziert arbeiten wollen, sollten Sie auf jeden Fall weitersuchen.
Der Einstieg über die Zeitarbeit kann bei seriösen Angeboten dagegen durchaus eine Option sein. Sie können so viele Unternehmen kennenlernen und haben durchaus die Chance auf eine Übernahme.

Wie stelle ich die Familienarbeit in der Bewerbung dar?

In die Bewerbung gehören Ihre fachlichen, aber auch Ihre informellen Qualifikationen. Vielen Unternehmen sind die sogenannten Soft Skills inzwischen sehr wichtig, also sollten Sie durchaus zeigen, wo Sie sich beispielsweise ehrenamtlich engagiert haben. Ihre besonderen Stärken, wie Flexibilität oder Stressresistenz, können Sie durchaus mit Ihren Erfahrungen aus dem familiären Kontext – aus Vereinen, der Kita oder der Schule belegen. Out ist das „Management eines erfolgreichen Familienunternehmens“ …
Und: „Die Kinderbetreuung ist gesichert“ müssen Sie ebenfalls nicht schreiben, das setzen Arbeitgebende voraus.

Wie kann ich als alleinerziehende Mutter berufstätig sein, wenn die Kindergartenzeiten nicht zu den Arbeitszeiten passen?

Dass die Randzeiten, also alles was vor 7.30 Uhr oder nach 16 Uhr liegt, von Kindergärten nicht abgedeckt sind, ist ein echtes Problem. Wenn Sie Randzeiten abdecken müssen, finden Sie nur über Anschlussbetreuung an die Kindertageseinrichtung oder die offene Ganztagsbetreuung in Schulen Unterstützung. Danach gibt es dann nur noch die Möglichkeit, zusätzliche Kinderbetreuung zu finden. Für Frauen, die nachts arbeiten, ist selbst das schwierig.
Lassen Sie sich auf jeden Fall individuell und frühzeitig beraten.
Das Familienbüro der Stadt informiert zu allen Betreuungsformen. Die Beratungsstelle Kindertagespflege berät zur Betreuung durch Tagesmütter und -väter.

Ich will mich vielleicht selbstständig machen.
Gibt es für Frauen spezielle Förderungen?

Nein, Förderungen speziell für Frauen gibt es nicht. Aber es gibt allgemein viele Möglichkeiten der Unterstützung.
Frauen & Beruf bietet regelmäßig Gründerinnenwerkstätten an. Hier können Sie in einer kleinen Gruppe an Ihrer Idee arbeiten und überpfügen, ob die berufliche Selbstständigkeit für Sie eine konkrete Alternative sein kann.

Spezielle finanzielle Förderungen gibt es für Menschen, die arbeitslos sind.
Wenn Sie Arbeitslosengeld I beziehen, können Sie einen Gründungszuschuss beantragen.
Wenn Sie Arbeitslosengeld II beziehen, können Sie ein Einstiegsgeld beantragen.

Gefördert werden auch Beratungen:
Wenn Sie sich aus der Arbeitslosigkeit heraus selbstständig gemacht haben, können Sie ein Gründungscoaching beantragen. Informationen dazu hat die Agentur für Arbeit.
Die Wirtschaftsförderung richtet regelmäßig Gründungszirkel ein, kleine Gruppen, die gemeinsam an ihren Konzepten arbeiten.
Sie informiert auch über weitere Möglichkeiten, wie eine Gründungsberatung gefördert werden kann.

Wie lange dauert eine Gründung?

Von  der Idee bis zur Gründung kann ganz unterschiedlich viel Zeit vergehen. Wichtig ist, dass Sie sich die Zeit nehmen, um Ihr Vorhaben gut zu überprüfen. Mit der beruflichen Selbstständigkeit ist auch ein Rollenwechsel verbunden – Sie sind selbst dafür verantwortlich, dass Sie Arbeit haben, die legt Ihnen niemand auf den Tisch.
Vielleicht ist es sinnvoll, die Gründung zunächst in Teilzeit vorzubereiten. Dann können Sie mit ersten Aufträgen in die neue Rolle hineinwachsen. Und Sie können überprüfen, ob und wie Ihre Produkte und Dienstleistungen nachgefragt werden. Ihr Konzept entwickeln und überprüfen können Sie gut im Rahmen einer Gründerinnenwerkstatt oder eines Gründungszirkels. (s.o.)

Ich bin bald mit dem Studium fertig und will endlich einen richtigen Job.
Wie kann ich verhindern, dass nach dem Studium die Praktikumsschleife weitergeht?

Praktika sind während des Studiums eine gute Möglichkeit, Berufsfelder kennen zu lernen. Und zu dieser Zeit sollte man diese Möglichkeit auch nutzen. Wer erst nach dem Studium anfängt, sich über Praktika Berufsfelder zu erschließen, beginnt zu spät und läuft Gefahr, einen auf lange Sicht schlecht bezahlten Berufseinstieg zu erleben. Je konkreter die Ziele sind, desto einfacher ist natürlich die Bewerbung. Und über die Ziele sollte man sich frühzeitig klar zu werden versuchen.
An der WWU gibt es den Career Service, der über Berufsfelder informiert und berät. Auch an der FH gibt es vielfältige Angebote zum Berufseinstieg, wie z.B. Workshops gemeinsam mit der Agentur für Arbeit, bei denen Berufsfelder auch gemeinsam mit Praktizierenden vorgestellt werden. Die Informationen sind umfangreich, von Praktika im Ausland bis zur Gründungsberatung.

Was passiert, wenn ich nach dem Ende des Studiums keine Stelle habe?

Dann stellt sich die Frage: Arbeitsuchend melden oder jobben? Denn mit dem Ende des Studiums endet auch die Studienfinanzierung durch BaföG oder einen Studienkredit. Danach gibt es keine Übergangsfinanzierung. Auch das Wohngeld fällt mit dem Ende der Studienförderung weg.
Entweder stockt man also den Nebenjob auf, um den Lebensunterhalt zu bestreiten, oder meldet sich arbeitsuchend und bekommt dann Arbeitslosengeld II. Allerdings mit der Folge, dass man verpflichtet ist, Auskunft zu geben und jeden zumutbaren Job, der einem angeboten wird, anzunehmen. Vielen ist das nach dem Ende des Studiums zu starr, sie jobben oder werden von den Eltern unterstützt und bewerben sich weiter.

Datenschutz | Impressum | Kontakt